Volkskrankheit Nr 1: Rheuma

Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland betroffen.

„Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation sind unter dem Begriff Rheuma alle Schmerzen unseres Bewegungsapparates mit der Tendenz zur Chronifizierung zu verstehen“.
Professor Matthias Schneider, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Berlin.

Die rheumatischen Erkrankungen werden dabei nach ihren Erscheinungsbildern in vier Hauptgruppen zusammengefasst: degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Weichteilrheumatismus und Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden. Die größte Gruppe stellen dabei Patienten mit Abnutzungs- und Verschleißerkrankungen dar.

Aktiv gegen rheumatische Beschwerden

Ob bei schmerzenden Knien, geschwollenen Fingern oder steifen Hüft- oder Schultergelenken –  rheumatische Beschwerden zeigen sich oft sehr schmerzhaft und vielfältig.
Eines haben diese jedoch gemeinsam: sie reduzieren die Beweglichkeit und beeinträchtigen deutlich die Lebensqualität.

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Warum Gelenke Schmerzen?

So vielfältig die Ursachen von Gelenkschmerzen sind, so unterschiedlich äußern sich die Beschwerden. Häufig lassen sie sich mit einer Ruhepause und Schonhaltung oder auch bewährten Hausmitteln lindern.  Manchmal verschwinden diese auch wieder von ganz alleine. Bei einigen Symptomverläufen ist jedoch Vorsicht geboten – in diesen Fällen sollten Sie unbedingt einen Facharzt aufsuchen.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der häufigsten Ursachen für Gelenkschmerzen:

zählt mit großem Abstand zu der häufigsten Gelenkerkrankung. Allein in Deutschland sind hierzu mehr als 12 Millionen Menschen betroffen. Der Begriff Arthrose bezeichnet hierbei die langsame Abnutzung der schützenden Knorpelschicht in unseren Gelenken. Ursachen sind häufig ein altersbedingter Verschleiß, dauerhafte Überlastungen und Fehlhaltungen oder auch schlecht verheilte Knorpelverletzungen.

Meistens betrifft dies zuerst die großen Gelenke, die oft beansprucht und zeitlebens schwere Lasten tragen mussten, z. B. die Knie- Hüft- oder Sprunggelenke. Grundsätzlich können von Arthrose jedoch alle Gelenke betroffen sein. Die klassischen Symptome sind dabei Anlaufschmerzen am Morgen, Belastungsschmerzen (u. a. beim Treppensteigen) bis hin zum chronischen Dauerschmerz. Hinzu kommen oftmals schmerzhafte Entzündungssymptome, sowie damit verbunden eine erhebliche Einschränkung der Beweglichkeit und einem Verlust an Lebensqualität.

Die im Volksmund oft als „Rheuma“ bezeichnete Erkrankung, zählt zu den häufigsten entzündlichen Gelenkbeschwerden.
Hierbei bildet das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise Antikörper gegen die eigenen Zellen und belastet somit unsere Gelenke.

Die Gründe für diese Fehlleitung sind bisher noch nicht vollständig erforscht. Fachärzte vermuten, dass diese im Erbgut verankert ist. Mehr als 1 Mio. Patienten sind hiervon alleine in Deutschland betroffen, Frauen dabei 3 x häufiger als Männer. Die Entzündungen beginnen in den allermeisten Fällen in den Finger- oder Handgelenken. Im weiteren Krankheitsverlauf folgen nicht selten Schulter-, Ellbogen- oder auch die Kniegelenke. Ein typisches Symptom ist das gleichzeitige Vorhandensein der Beschwerden auf beiden Körperseiten. Zudem verläuft die Erkrankung oft unregelmäßig, meist in Schüben. Bei vielen Rheuma Patienten bilden sich zudem im Bereich von Hand oder Ellbogen auch sogenannte Rheumaknoten.

Nach intensiver sportlicher Betätigung, schwerer körperlicher Belastung oder einer falschen Bewegung, spüren wir am Folgetag oft schmerzhaft unsere Gelenke.
Betroffen sind dabei häufig die Knie-, Sprung- oder Schultergelenke. Akute Schmerzen klingen mit Hilfe bewährter Hausmittel oft schon nach einigen Tagen wieder ab. Zudem sollte den betroffenen Gelenken eine Pause und Schonung ermöglicht werden: Denn bei intensiven Verletzungen oder wiederholter Überstrapazierung der Gelenke kann es zur Schädigung des empfindlichen Gelenkknorpels kommen. Werden daher Verletzungen nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann dies das Risiko für eine Gelenk-Arthrose deutlich erhöhen und zu irreparablen Schäden führen.

zählt zu einer der schmerzhaftesten Gelenkerkrankungen. Überwiegend betroffen sind hierbei Männer. Bei dieser Erkrankung ist die Harnsäurekonzentration im Blutkreislauf permanent erhöht. Dadurch können sich schmerzhafte Kristalle in unseren Gelenken einlagern.

Häufiger Auslöser – falsche Ernährung: Zuviel Fleisch, Fisch, Innereien und ein Übermaß an Alkohol. Häufig betroffen sind dann die Finger-, Hand- oder Sprunggelenke. Die scharfkantigen Ablagerungen führen zu starken Entzündungen, heftigsten Schmerzen, Schwellungen und Berührungsempfindlichkeit des Gelenks.

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